Hilfsprojekte für Kinder            unserer Welt

    



April 2020

Kinderheim Bethany Home in Taiyuan von chinesischer Regierung aufgelöst

Wir befanden uns inmitten eines Sonderprojektes, welches sechs Jugendlichen von Bethany Home eine operative Nachbehandlung in verschiedenen Kliniken des Landes ermöglichen sollte, als uns die Leitung des Heimes im Frühjahr 2019 über unsere Kontaktperson vor Ort dringend aufforderte, vorübergehend jegliche Zuwendungen zu unterlassen. Seitdem haben wir keinen direkten Kontakt mehr dorthin gehabt. Über Umwege erfuhren wir lediglich unverbindlich, dass die Kinder wohl in staatliche Heime verbracht worden seien.

Durch Zufall fanden wir nun im Internet einen Bericht von September 2019 der beschreibt, was in Bethany Home damals geschehen ist.

 (Taiyuan, Shanxi - 6. September 2019)

Die Behörden in der chinesischen Provinz Shanxi haben alle Kinder, die in einem katholisch geführten Waisenhaus leben, gewaltsam entfernt und am 26. August in die Obhut des Staates gestellt. Das Bethany-Heim für Kinder mit Behinderungen in Taiyuan, Shanxi, wurde 1997 von Yang Yun Xian, einer Katholikin, gegründet. Das Waisenhaus hat mehr als 100 Kinder aufgenommen, von denen die meisten aufgrund ihrer Behinderung von ihren Eltern verlassen wurden. Einige leiden an Zerebralparese, andere können nicht alleine stehen oder essen. Viele der Kinder mussten unterschiedlich operiert werden, und NGOs besuchten die Kinder oft in den Ferien und brachten Kleidung, Essen und Spielzeug mit. Anfang letzten Monats besuchte das Büro für zivile Angelegenheiten des Distrikts jedoch unerwartet das Bethany Home und teilte seinen Mitarbeitern mit, dass die Kinder in das staatliche Waisenhaus gebracht werden sollten, weil sie verdächtigt wurden, „Kinder illegal zu adoptieren“. Die für das Haus verantwortliche Person teilte den Behörden mit, dass sie sich um die Kinder gekümmert hätten, aber am 26. August kamen Beamte im Bethany Home an und entfernten alle Kinder aus den Räumlichkeiten. Ältere Menschen, die ebenfalls im Bethany Home lebten, wurden ebenfalls weggebracht. Das Personal und die Direktorin des Bethany-Homes waren sehr traurig, als die Kinder weggebracht wurden, und viele von ihnen weinten. Ein Mitarbeiter sagte, dass Bethany Home seit vielen Jahren ohne staatliche Intervention in Betrieb war und die Kinder und ihre Betreuer eine besondere Bindung hatten. "Sie wurden plötzlich weggebracht, was nicht richtig ist", sagte der Mitarbeiter. Herr Huang, ein in China lebender Katholik, sagte, die Behörden fangen an, gegen Häuser für Waisenkinder in religiösem Besitz vorzugehen, weil sie befürchten, dass das Personal den Kindern Religion beibringen könnte.

Das gleiche Schicksal wie Bethany Home ereilte auch das Kinderheim „Home of Joseph“ in Fengxiang. Über die anderen von uns betreuten Kinderheime fehlen uns nach wie vor jegliche Informationen über die Geschehnisse von 2019 bzw. die derzeitige Situation.

März 2020

Gefangen durch Coronavirus im Kinderhort in Lomé in Togo

„Wir sind in der totalen Gefangenschaft im Kindergarten mit 20 Mitarbeitern, die meine Sorge um den Schutz der Kinder verstanden haben und die sich bereit erklärt haben, zu bleiben und uns zu helfen, den Kindern zu dienen“. Das schreibt uns die Franziskanerschwester Esther Somé in diesen Tagen. „Wir haben die Schichten für den Dienst mit den Schwestern neu organisiert, um uns um die Kinder zu kümmern, die bis heute 43 an der Zahl sind. Es ist also keine einfache Situation, denn man muss neben den Kindern auch das tägliche Essen der Mitarbeiter managen“.

Doch das eigentliche Problem ist ein anderes, so deutet Schwester Esther an: „Es ist sicher, dass wir keine Spenden mehr erhalten, da alle Aktivitäten entweder undurchführbar oder ausgesetzt sind, um Kontakte zu beschränken. Es ist also nicht einfach und wir wissen, dass es überall dasselbe ist, dass es humanitäres Leid auf globaler Ebene ist.

Liebe Freunde und Wohltäter von Kindern Leben geben,

es stimmt was Schwester Esther sagt. Auch wir teilen das Leid der Pandemie mit fast allen Ländern dieser Erde. Wir bekommen auf einmal selbst knallhart vor Augen geführt, dass nicht wir die Herren und Manager unseres eigenen Schicksals sind. Und dennoch gibt es einen Unterschied: Wir erleben das Ganze, im Gegensatz zu Westafrika, auf einem wesentlich höheren, komfortablen Wohlstandslevel – trotz aller Schreckensmeldungen, die uns täglich auch aus dem eigenen Lande erreichen.  Ist das nicht Anlass genug in unserer „eigenen freiwilligen Quarantäne“ einmal darüber nachzudenken, was wir mit unserem noch so bescheidenen Fastenopfer dort erreichen könnten. Die Zeit haben wir ja nun dazu.

Vielen Dank und vergelt´s Gott!

Der Vorstand

Februar 2020

Österliche Fastenzeit

Liebe Freunde und Wohltäter,

in wenigen Tagen endet die „fünfte Jahreszeit“ und die vierzigtägige österliche Bußzeit beginnt. Vielleicht ist es auch bei ihnen langjährige Tradition in dieser Zeit bewusst auf das eine oder andere zu verzichten.

Die ideale Gelegenheit von diesem Verzicht einen Teil an diejenigen abzugeben, die an allen Tagen ihres Lebens verzichten müssen.

Eigentlich ganz einfach! Geben Sie ihrem Leben mit einem kleinen Werk der Barmherzigkeit und Nächstenliebe eine etwas andere Richtung.

Vielen Dank!

Der Vorstand von Kindern Leben geben e.V.

Mein Lieblingsprojekt

Wenn Sie diese Information lesen, dann gehören Sie mit großer Wahrscheinlichkeit zu unseren treuen Freunden, die auch nach unserem unfreiwilligen Wechsel zu neuen Projekten in Afrika und Ozeanien bei uns geblieben sind. Die meisten unterstützen uns dabei, wie auch in der Vergangenheit, in vollem Umfang weiter.

Zugegebenermaßen sind unsere derzeitigen Hilfsprojekte für Kinder dieser Welt im direkten Vergleich doch recht unterschiedlich ausgefallen – zum einen geht es darum den kleinsten der Kleinen in Togo in Westafrika einen Start ins Leben zu ermöglichen, zum anderen wollen wir Schülern und Studenten in Papua-Neuguinea dabei helfen ihre Chancen auf Bildung zu erhalten und somit ein selbstverwirklichtes Leben in ihrer Heimat führen zu können. Unsere Partner vor Ort sind Franziskanerschwestern in Togo und Pater Paul Kotecki, ein Pallottinerpater, in Papua-Neuguinea.

Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass Sie vielleicht bei ihrer Hilfe gerne Prioritäten setzen möchten.

Das ist ohne Problem möglich.

Sagen Sie uns einfach, für wen ihre finanzielle Zuwendung gedacht sein soll, indem Sie z.B. im Betreff des Überweisungs-trägers den Vermerk „Spende für Togo“ oder „Spende für Papua-Neuguinea“ setzen. Ihre Spende wird dann zweckgebunden dem gewünschten Hilfsprojekt zugewiesen. Ohne explizite Angabe wird das Geld von Kindern Leben geben e.V. bedarfsorientiert verwendet. Ausführliche Informationen über die Projekte erhalten Sie hier auf dieser Homepage.

Dezember 2019

Wünsche zum Jahreswechsel

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August 2019 

Kalender Küche und Kunst 2020

 Vieles vergeht – das Gute bleibt!  

Kindern Leben geben e.V. orientiert sich derzeit bezüglich seines Engagements für Kinder neu  –  der restriktiven chinesischen Politik geschuldet. Auch wenn die Projekte nun in anderen Ländern Asiens und Afrikas angesiedelt sein werden, so werden wir auch weiterhin den bekannten Küchenkalender und Terminplaner zugunsten bedürftiger Kinder anbieten.   

In diesem Jahr war das "Rezeptland" des Kalenders ganz Deutschland. 2020 geht es in eine Region unseres Bundeslandes NRW. Unter dem Titel „Rezepte vom Niederrhein“ gilt es in dem von Roland Ploch zusammengestellten und illustrierten Küchenkalender und Terminplaner kulinarische Spezialitäten und Besonderheiten zu entdecken.   

Der Erlös aus dem Kalenderverkauf kommt wieder unmittelbar den von Kindern Leben geben e.V. geförderten Projekten für bedürftige Kinder zugute. 

Wegen der begrenzten Auflage empfehlen wir Interessenten sich ihr(e) Exemplar(e) rechtzeitig zu sichern. Der Kalender ist ab sofort verfügbar. 

Der Preis des Kalenders beträgt unverändert 5 Euro. Beim Postversand fallen zusätzliche Versandgebühren von 4,50 Euro an.

 

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November 2019

Fotoausstellung „Mein Dahlem auf Postkarten“

Am 03. November 2019 veranstaltete Sonny Klimpel im neu renovierten Vereinshaus in Dahlem zum zehnten Mal eine Fotoausstellung, die in diesem Jahr unter dem Motto stand „Mein Dahlem auf Postkarten“.

Den Service hatten wieder die "grünen" Damen der Ortsgruppe Dahlem des Eifelvereins übernommen.

Bei freiem Eintritt konnte der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen - 22 Kuchen wurden gespendet - von 640 Euro dem Verein „Kindern Leben geben e.V.“ übergeben werden.

Der Vorstand dankt den fleißigen Helferinnen und Sonny Klimpel für ihren Einsatz.