Hilfsprojekte für Kinder            unserer Welt

    



Papua-Neuguinea

Es ist mit eine der größten Entfernungen, die von der Heimatgemeinde von Kindern Leben geben e.V. aus auf der Weltkugel überhaupt erreicht werden kann. Genau auf der anderen Seite der Erde. 

Und dennoch besteht zwischen Dahlem und Papua-Neuguinea ein direkter Bezug, denn der aus Dahlem stammende Steyler Pater Johannes Lorse war von 1964 bis 1978 Missionar auf Papua-Neuguinea und kümmerte sich mit Leidenschaft um die Menschen in den entlegensten Orten und feierte Gottesdienste mit ihnen. Sorge um Schulen und Unterricht für Katechisten und Neokatechumenen bestimmten seinen Alltag.  

 Pater Johannes Lorse, SVD


Papua-Neuguinea teilt sich mit West-Neuguinea, das zu Indonesien gehört, die zweitgrößte Insel der Erde. Der Staat Papua-Neuguinea ist der drittgrößte Inselstaat der Welt.  Zur Hauptinsel zählen viele weitere kleinere Inseln. Es liegt nördlich von Australien und war bis zur letzten Eiszeit noch mit dem australischen Kontinent verbunden. Die Menschen sprechen eine Vielzahl von Sprachen und machen - wie fast nirgendwo sonst - einen Spagat zwischen der Moderne und dem Leben (fast) wie in der Steinzeit. Viele Regionen, die teils vulkanischen Ursprungs sind, konnten noch wenig erschlossen werden. Somit ist Papua-Neuguinea eine der letzten geheimnisvollen Landschaften der Erde, die bisher noch wenige Touristen besuchen.


In Papua-Neuguinea herrscht wie in allen äquatornahen Ländern ein tropisches Klima. Einen Unterschied zwischen den Jahreszeiten gibt es nicht wie bei uns in Mitteleuropa. Die Tageslängen schwanken kaum und die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sind ebenso geringer. Die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen liegen je nach Jahreszeit zwischen 29 und 31 Grad. In einigen Landesteilen erreichen die Werte tagsüber bis zu 34 Grad. In den kälteren Monaten sinkt die Temperatur je nach Region nachts auf bis zu 21°C im Monatsmittel ab.


Ein großer Teil der Bevölkerung sind Melanesier und werden als "Papua" bezeichnet. Mehr als 700 Stämme zählen zu den Papua. Weitere Einwohner sind Malaien, Chinesen und die Nachkommen der Europäer. Im Jahr 2019 wird sich die Bevölkerungszahl Papua-Neuguineas um etwa 175 118 Menschen erhöhen und wird am Jahresende rund 8 381 207 Menschen betragen.

Die Missionare in Papua-Neuguinea bekehrten die Bewohner in großen Teilen zum Christentum. So sind heute die meisten Einwohner entweder römisch-katholisch oder evangelisch, dazu gibt es noch einige weitere Kirchen meist christlicher Herkunft.


In Papua-Neuguinea gibt es keine Schulpflicht. So kommt es dazu, dass 40 von 100 Papuas nicht lesen und schreiben können. Die ersten Schulen in Papua-Neuguinea wurden von den Missionaren errichtet. So ist Schule auch heute noch oft genug Angelegenheit der Kirchen, die viele Schulen dort betreiben. Wie viele Schulen und Schüler es nun gibt, weiß man gar nicht. Es gehen wohl etwa 62 von 100 Kindern in die Schule. Das ist keine hohe Zahl und ein Teil der Kinder verlässt die Schule auch ganz schnell wieder, weil das Schulgeld für manche Eltern einfach zu hoch ist.

Eines der Probleme Papua-Neuguineas liegt in seiner Abgeschiedenheit. Viele Kinder wohnen in abgelegenen Bergdörfern und dort gibt es eben keine oder nur sehr schlecht ausgestattete Schulen. Und wenn es eine Schule gibt, fehlt es an Materialien für den Unterricht und an Lehrern. Der Schulweg von Kindern in Papua-Neuguinea beträgt regelmäßig mehr als zwei Stunden und ist nur per Boot oder zu Fuß erreichbar. So gehen viele Kinder oftmals nur bis zur dritten Klasse der Grundschule. Mädchen werden besonders stark benachteiligt und verlassen die Schule häufig noch früher. Überhaupt sind die Bildungschancen von Mädchen und jungen Frauen in Papua-Neuguinea sehr schlecht. Kinder in einsamen Bergdörfern gehen gar nicht zur Schule. Hier gibt es keine Schule in der Nähe.

Unser Projekt in Papua-Neuguinea

In Papua-Neuguinea konnte unser Projekt erfolgreich gestartet werden. Vier Kindern wird das Studium bzw. der Besuch der Oberschule ermöglicht. Die Eltern können dies nicht finanzieren, da das Geld fehlt.

Marichée erzählte ihren Eltern, sie möchte Lehrerin werden. Die Schulgebühren für Marichée, sie besuchte die Sekundarschule und machte jetzt den Abschluss, wurden vom Orden der Pallottiner übernommen. Ihre Eltern sind zu arm, um weiteres Geld für ihr Studium aufzubringen und nahmen deshalb schon zwei ihrer anderen Kinder von der Schule. Hier können wir helfen.

 

Leah ist ein Adoptivkind. Sie lebte in einer Familie mit acht Kindern, die ihre Kinder kaum durchbringen konnte. Aus diesem Grund hat ihr Onkel Leah adoptiert und kümmert sich seitdem um sie. Die erheblichen Oberschulgebühren stellten aber auch für ihn eine unüberwindliche Hürde dar.  Schließlich bat er Pater Paul von den Pallottinern um Hilfe und durch seine Vermittlung können wir Leah nun helfen. Auch ihr Traum ist es Lehrerin zu werden. 

 

Die Familie von Juliette durchlebt eine schwere Zeit. Ihr Vater hat Krebs und deshalb seinen Arbeitsplatz bei der Fischereibehörde verloren. Der Verdienst der Mutter reicht gerade aus, um ihren Geschwistern den Schulbesuch zu ermöglichen. Der Oberschulbesuch von Juliette ist für sie nicht tragbar. Auch hier möchten wir durch Übernahme der Schulgebühren den späteren Start in ein erfülltes Berufsleben möglich machen. Juliette möchte einmal Flugbegleiterin werden.



Gabriella hat die Oberschule mit Auszeichnung bestanden und ein Stipendium erhalten. Da ihre alleinerziehende und alleinverdienende Mutter aber bereits die Schulgebühren für mehrere Geschwister aufbringen muss, kann sie die verbleibenden Studiengebühren für Gabriella nicht noch zusätzlich tragen.

Wir können Gabriella gemeinsam dabei helfen, ihren Wunsch Informationstechnologie zu studieren doch noch zu erfüllen. 


Die Bitte um Hilfe für diese Jugendlichen erreichte uns von dem polnischen Pallottinerpater Pawel Kotecki, der vor einigen Jahren in Dahlem als junger Priester kurz zur Aushilfe war und seit 2003 als Missionar in Papua-Neuguinea tätig ist.

                                                         Pater Paul Kotecki, SAC, mit Pfarrkindern

Gerade in den ärmsten Ländern der Erde ist es zwingend erforderlich, dass sich Leistung lohnt und anerkannt wird - als Motivation, für eine bessere Zukunft für die Kinder und Jugendlichen und zum Wohl des Landes.

Wir hoffen, dass wir in Zukunft unsere Aktivität in diesem Land noch etwas ausbauen können, denn der Schulbesuch ist, wie schon gesagt, nicht kostenfrei. Viele Kinder besuchen aus diesem Grund gar keine Schule bzw. verlassen diese vorzeitig und wir möchten ihnen den Schulbesuch ermöglichen, indem wir die Schulgebühren übernehmen.

Hierzu benötigen wir die nachhaltige Hilfe und finanzielle Unterstützung von unseren Freunden und Wohltätern. Seien Sie dabei!